Sonntag, 4. Oktober 2009

Bäcker als Kommunikationsmittelpunkt des Orts

Brot ist eine Spezialität vom handwerklichen Bäcker. Brot und Gebäck
sind edle Grundnahrungsmittel, die von meisterlicher Hand hergestellt
werden. Der lokale Bäcker ist aber weit mehr als nur Lieferant von
Lebensmittel. In der Dorfgemeinschaft ist er ein wichtiger
Kommunikationsmittelpunkt und er steht nicht nur für die bessere
Qualität der Lebensmittel, sondern insgesamt für eine bessere
Lebensqualität im Ort.

Vor einigen Jahrzehnten waren die Gemeinden in der Buckligen Welt noch
weitgehend autark. Fast alle Güter, die man zum täglichen Leben
benötigt hatte, wurden entweder in der eigenen Hauswirtschaft
produziert, oder man konnte sie bei einem Greißler im Ort oder bei
einem anderen Handwerker im Nachbardorf erwerben. Doch auch in den
Dörfern dieser Region hat sich in den vergangenen Jahren viel
geändert. "Die Zahl der Bäcker ist sicher zurückgegangen", meint
Friedrich Trimmel, Regionsobmann der Buckligen Welt-Wechselland. "Wir
haben mit der Initiative 'So gut schmeckt die Bucklige Welt' ein
Projekt gestartet, um die Bedeutung der lokalen Bäcker hervorzuheben."
Denn der Bäcker im Ort habe etwas zu bieten, das es in den Märkten der
Handelsketten nicht gibt.

In den vergangenen Jahren hat sich in der Region Bucklige Welt einiges
getan, wie Trimmel bestätigt. In den meisten größeren Ortschaften der
insgesamt 32 Gemeinden im Verbund gebe es wieder Bäcker. "Auch jüngere
haben das Bäckerhandwerk erlernt und Betriebe übernommen", so der
Obmann. So wurde etwa die erfolgreiche junge Bäckerin Denis Pölzlbauer
für ihre Leistungen mit einem Preis ausgezeichnet. Die Bäckerei
Bernhard ist weit über die Ortsgrenzen hinaus für ihr gelebtes
Traditionsbackwerk bekannt. Sie beliefern Ortschaften im Umkreis von
15 bis 20 Kilometer rund um Bromberg. "Wir produzieren etwas anderes
als die ganzen Großhandelsketten", meint Bäckermeister Kurt Birnbauer.
Dafür arbeitet der Handwerker allerdings sieben Tage die Woche. "Wir
bieten dem Kunden ein Rundum-Service und machen daher alles."

Montag, 13. Juli 2009

Neues Wetterdaten-Messnetz in Österreich


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Lenzing - Die MOWIS GmbH - Mobile World Information Systems, baut mit wetter.at und Partnern aus Tourismus und Wirtschaft das Wetterdaten-Messnetz in Österreich weiter aus, wodurch eine zusätzliche Verbesserung der Wettervorhersagen und Wetterwarnungen erzielt wird.

Der Marktführer im Bereich Online- und mobiler Wetterinformationen, MOWIS - Mobile World Information Systems, bietet ab sofort allen Gemeinden, Tourismusverbänden, Unternehmen, Golfclubs usw. an, wetter.at-Partner zu werden und das umfangreichste meteorologische Messnetz in Österreich aufzubauen.

"Derzeit verfügen wir durch unseren Partner ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) über ein umfangreiches Netz von Messdaten in Österreich. Durch den zusätzlichen Ausbau unseres Messnetzes mit oben genannten Partnern, können wir das Service und die Vorhersagequalität für alle ÖsterreicherInnen wesentlich verbessern und bieten gleichzeitig allen Partnern an, täglich mit ihren Messwerten in unseren Medien präsent zu sein und dabei gleichzeitig ihren Ort, ihre Region oder ihr Unternehmen das gesamte Jahr effektiv zu bewerben", so Roland Steps, Geschäftsführer der MOWIS.

Auch die ZAMG, bereits langjähriger Datenlieferant und Kooperationspartner der MOWIS, ist sehr interessiert daran, diese IST-Daten der neuen Messstationen in die eigenen, hochpräzisen Prognosemodelle zu integrieren, "um die Vorhersagequalität weiter zu verbessern", so Dr. Fritz Neuwirth, Direktor der ZAMG.

Sonntag, 22. März 2009

EU-Milchmarktpolitik ruinös, Reformen dringend notwendig

Preissturz bei Milch gefährdet Existenz zig-Tausender Milchbetriebe

"Die von den EU-Agrarministern und der EU-Kommission im November des Vorjahres beschlossene Milchquotenerhöhung hat verheerende Auswirkungen auf die Preisentwicklung und muss sofort zurückgenommen und durch ein Instrument der flexiblen Mengensteuerung ersetzt werden", fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang Pirklhuber anlässlich des EU-Agrarministerrates am Montag,
der sich mit dieser Causa beschäftigen wird. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass zig-Tausende Milchbetriebe in den Ruin getrieben werden, warnt Pirklhuber. Betroffen seien in Österreich rund 40.000 Milchbetriebe, die sich hauptsächlich im Grünland- oder Berggebiet befinden. "Sämtliche Warnungen der europäischen Milcherzeugerverbände, die produzierte Menge an den Markt flexibel anzupassen, wurden abgeschmettert. Jetzt sind die Preise - wie erwartet - im Keller.

"Die Agrarminister und auch EU-Kommissarin Fischer Boel sollen sich wenigstens jetzt den Flop ihrer Politik eingestehen und am Montag Sofortmaßnahmen zur Absicherung einer nachhaltigen Milcherzeugung beschließen. Anstatt der Quotenerhöhung ist das Instrument der flexiblen Mengensteuerung einzusetzen, um Angebot und Nachfrage
auszubalancieren. Die EU-Milchmarktpolitik muss endlich prioritär an den Zielen Qualitätsproduktion, Arbeitsplatzsicherung und Klimaschutz ausgerichtet werden", fordert Pirklhuber.

Mittwoch, 18. März 2009

Naturkatastrophen meistern

Naturkatastrophen in Östereich wie auch weltweit kommen vor wie das Amen im Gebet. Bei Stürmen funktioniert die Warnung durch Medien meist hervorragend. "Doch die Bauweise vieler Gebäude ist eher am Design orientiert als an der Widerstandsfähigkeit", fürchtet Allianz Experte Pichler. Weichholzelemente und Weichmetallpaneele bieten Sturm oder Hagel dann die entsprechenden Angriffsmöglichkeiten. Als Folge sind die Sturmschäden in Österreich in den letzten drei Jahren auf das Vierfache angestiegen.

Und es sollten auch beim Erdbeben- und Schneedruck-Risiko die geltenden Bau-Normen in vielen Bundesländern raschest angepasst werden.

Montag, 29. Dezember 2008

Innviertler Surspeck

Surspeck hat im Innviertel eine lange Tradition und gilt als regionales Urprodukt. Mit der Kennzeichnung der Spezialität will man sich mit der einzigartigen Zubereitungsart noch deutlicher von anderen Speckprodukten abheben.

Die Surspeckregion erstreckt sich von den Gemeinden Geinberg, Altheim, Mettmach und St. Johann im Walde über Riegerting, Lohnsburg und Waldzell bis nach Weng und Braunau.

Die Innviertler Schweine werden ohne Stressbelastung bis zu einem Lebendgewicht von 400 kg gehalten.

Der Rückenspeck wird bei der Herstellung von der Schwarte getrennt und trocken mit Kochsalz und Knoblauch luftfrei eingelegt und mit verschiedenen Gewürzen "gesurt".
Die Reifezeit dauert 6 Wochen, bis ein buterweicher Biss den Speck kennzeichnet. Der fertige Surspeck ist ein Jahr lagerfähig und wird im Innviertel traditionell als Jausenspeck - hauchdünn geschnitten - oder in Form der berühmten "Innviertler Surspeckknödel" genossen.